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Architect: Themelexus
Project Type: Bauantrag
Client: David Oswald
Terms: 6 month
Strategy: Minimalistic
Date: 06/04/2025

Exzellente Ausarbeitung

Establishing multi-sensory experiences, we can design interiors that resonate across ages and demographics. These rooms and spaces connects us to nature as a proven way to inspire us, boost our productivity, and create greater well-being. Beyond these benefits, by reducing stress and enhancing creativity, we can also expedite healing. In our increasingly urbanized cities, biophilia advocates a more humanistic approach to design. The result is biophilic interiors that celebrate how we live, work and learn with nature. The term translates to ‘the love of living things’ in ancient Greek (philia = the love of / inclination towards), and was used by German-born American psychoanalyst Erich Fromm in The Anatomy of Human Destru ctiveness (1973).

(30M2) bedroom
(22m2) bathroom
(28m2) workspace
(15m2) Kitchen area

Stadtraum Entwicklung im Detail

1. Städtebauliches Potenzial und historische Dimension

Der Taksim-Platz in Istanbul verfügt aufgrund seiner prominenten Topografie und seiner stadtstrukturellen Rolle über ein immenses Entwicklungspotenzial. Als markanter Endpunkt der pulsierenden İstiklal Caddesi und in direkter Symbiose mit dem Gezi-Park bildet er das städtische Herzstück in Beyoğlu. Die unmittelbare Nachbarschaft zu essenziellen kulturellen und religiösen Institutionen, darunter das Atatürk Kültür Merkezi (AKM), die Maksem-Galerie und die Taksim-Moschee – unterstreicht seine übergeordnete Bedeutung als zentraler Verkehrsknotenpunkt und gesellschaftlicher Nukleus.

In die architektonische Neukonzeption fließen die vielschichtigen historischen Epochen des Ortes ein: von der Erinnerung an die ehemaligen Taksim-Kasernen bis hin zu seiner ursprünglichen infrastrukturellen Funktion als elementare Schnittstelle im historischen Wasserverteilungsnetz der Metropole.

2. Planungsziel: Urbane Identität, räumliche Lesbarkeit und die Vision der „Happy City“

Nach einer intensiven räumlichen und soziokulturellen Analyse des Ortes verfolgt der Masterplan das Ziel, den Taksim-Platz als eindeutiges, identitätsstiftendes Zentrum neu zu definieren. Die Wahrnehmung des Platzes war historisch oft von politischen Agenden dominiert. Unser Paradigmenwechsel zielt darauf ab, diese Restriktionen aufzuheben und stattdessen eine freie soziale Basis zu schaffen und zwar einen barrierefreien Raum für die Gesellschaft.

Durch die gezielte Reduktion von Verkehrs- und Bebauungsdichte steigern wir die räumliche Lesbarkeit und die Aufenthaltsqualität spürbar. Das Planungsziel ist die Realisierung der „Happy City“: Ein resilienter, lebenswerter Stadtraum, in dem die Dimensionen und die Gesundheit des Menschen wieder das Maß aller Dinge bilden.

3. Räumliche Fassung: Architektonische Kanten und urbane Service-Infrastruktur

Um dem weitläufigen Taksim-Platz eine klare städtebauliche Struktur zu verleihen, werden die räumlichen Kanten präzisiert und Nutzungen intelligent neu geordnet. Im Nordwesten des Platzes etablieren neue Baukörper eine markante Platzkante, die Orientierung schafft, Wegebeziehungen stärkt und den Raum dauerhaft belebt.

  • Dachniveau als urbanes Deck: Ein eingeschossiges Dachniveau auf Höhe der historischen Maksem-Anlage fungiert als überdachter, witterungsgeschützter Warte- und Aufenthaltsbereich für die Öffentlichkeit.
  • Museum für Stadtentwicklung: Ein dreigeschossiger Baukörper im Zentrum des Platzes setzt einen programmatischen Schwerpunkt auf die städtebauliche Transformation Istanbuls.
  • Informations- und Sicherheits-Hub: Ein weiterer dreigeschossiger Baukörper entlang der Cumhuriyet Caddesi dient als zentrale Anlaufstelle für Anwohner:innen sowie Tourist:innen und strukturiert zugleich die westliche Platzkante.
  • Fokuspunkt Republik-Denkmal: Durch eine klare landschaftsarchitektonische Zonierung, unter anderem mittels einer neu gepflanzten Baumallee im Süden, rückt das historische Republik-Denkmal wieder als zentraler Ankerpunkt in das visuelle Zentrum.
  • Topografischer Ausgleich und Wasserarchitektur: Die Höhenunterschiede im östlichen Bereich werden durch ein repräsentatives Brunnensystem mit integrierten Treppen- und Rampenanlagen ausgeglichen. Diese spiegelnde Wasserfläche vor dem AKM dient nicht nur der Mikroklimatisierung, sondern entfaltet die visuelle und architektonische Wirkung der AKM-Fassade in voller Gänze.
4. Integrierte Landschaftsarchitektur: Der Gezi-Park als grüne Lunge der Metropole

Ein integraler Bestandteil der Planung ist die umfassende Revitalisierung des angrenzenden Gezi-Parks unter respektvoller Beibehaltung des historischen Baumbestandes. Inspiriert vom ursprünglichen Masterplan des Stadtplaners Henri Prost, werden die aktuell fragmentierten Grünflächen wieder zu einem ganzheitlichen, ununterbrochenen Erholungsraum verschmolzen.

  • Historisches Freilichtmuseum: Die nördliche Platzwand wird als aufwendige Reliefwand gestaltet, die die historische Entwicklung vom Osmanischen Reich bis zur Republik architektonisch erlebbar macht.
  • Vernetzung der Parkanlagen: Über innovative Fußgängerbrücken wird der Gezi-Park nahtlos mit dem Maçka-Park verbunden. Diese durchgehende grüne Lunge erstreckt sich perspektivisch bis an die Küste und eliminiert bisherige Barrieren wie Zäune oder störende Parkplatzanlagen.
  • Multifunktionale Nutzung: Die in die Topografie eingebetteten Gastronomie-Pavillons und erweiterten Flanierzonen verwandeln den Park in eine rund um die Uhr geöffnete, sichere Freizeitanlage für kulturelle und sportliche Aktivitäten.
5. Zukunftsweisende Verkehrskonzepte: Integrierte Mobilität und urbane Entschleunigung

Der Status quo des Taksim-Platzes als städtischer Verkehrsknoten erfordert zukunftsweisende und mutige Mobilitätskonzepte. Um die urbane Lebensqualität zu maximieren, setzen wir auf weitreichende Verkehrsberuhigung und den Ausbau nachhaltiger Transportmittel.

  • Etablierung verkehrsfreier Zonen: Die stark frequentierten Schnellstraßen im direkten Umfeld des AKM werden gekappt und in fußgängerfreundliche Zonen transformiert.
  • Reaktivierung des historischen Schienennetzes: Die nostalgische Straßenbahn wird über ihre rein touristische Funktion hinaus zu einem essenziellen Verkehrsmittel aufgewertet und über den Taksim-Platz bis zum Kongresszentrum (Nişantaşı) verlängert.
  • Ausbau der urbanen Seilbahn (Telpher): Zur Überwindung der topografischen Herausforderungen Istanbuls wird das Seilbahnnetz substanziell erweitert. Eine neue Route verbindet künftig die historischen Hügel von Kurtuluş, den Gezi-Park und den Maçka-Park bis hinunter nach Beşiktaş.
  • Infrastruktur für Mikromobilität: Neue, architektonisch anspruchsvolle Brückenbauwerke dienen als Knotenpunkte und werden mit E-Bike- sowie E-Scooter-Stationen ausgestattet, um eine moderne und emissionsfreie Fortbewegungskultur in Istanbul zu verankern.

Dieser ganzheitliche Planungsansatz spiegelt die Philosophie wider: Durch maßgeschneiderte Lösungen, innovative Architektur und präzise Planung schaffen wir nachhaltige und funktionale Räume, die den höchsten qualitativen Ansprüchen gerecht werden.

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